Dirk Heuer war der erste, der die „CriCri“ in Deutschland in Eigenregie nachbaute. Auf vielen Flugschauen zeigt er, was man aus dem kleinsten zweimotorigen Flugzeug der Welt herausholen kann. Die Idee für die Konstruktion der „CriCri“ (französisch: Grille) entstand aus einer Wette. Der französische Konstrukteur Colomban behauptete, er könne ein Flugzeug bauen, dass weniger wiege als er selbst. Und in der Tat hat die Maschine ein Leergewicht von nur siebzig Kilogramm. Mit einer Spannweite von fünf Metern und einer Länge von lediglich drei Metern und neunzig Zentimetern ist die „CriCri“ so klein, dass man sie leicht für ein Modellflugzeug halten könnte. Mit wenigen Handgriffen können die Tragflächen abgenommen und das Flugzeug in einem Anhänger verstaut werden. Die beiden Zweitakt-Motoren haben je 15 PS. Damit schafft die „CriCri“ eine Höchstgeschwindigkeit von 260 Kilometern pro Stunde. Bei einer Reisegeschwindigkeit von 205 Kilometern pro Stunde kann die „CriCri“ mit 20 Litern Superbenzin eine Strecke von vierhundert Kilometer zurücklegen. Die „CriCri“ ist nur als Bausatz zum Nachbauen nach Plänen zu erwerben. Für die Ausführung des zweihundertseitigen Bauplans investierte Dirk Heuer bis zum Jungfernflug über 2300 Arbeitsstunden.
Wer die Cricri (franz. "Grille") das erste mal sieht, könnte meinen, es handelt sich um ein Modellflugzeug. Dabei ist die 30 PS - starke Maschine mit ihren nur knapp 5m Spannweite eine waschechte 2-Mot mit Golf-Kennzeichen!! Entstanden ist die Maschine in Frankreich aufgrund einer Wette des Konstrukteurs Colomban: er wettete mit einem Freund, er könne ein zweimotoriges Flugzeug bauen, das leichter sei als er. Er gewann die Wette: nach viel Arbeit stellte er die erste Cricri auf das Fahrwerk, die Maschine wiegt leer nur 70Kg! Der erste, der in Deutschland eine solche CriCri in Eigenregie baute, war ich, und ich fliege die Maschine auch heute noch . Ich kaufte damals den 200-seitigen Bauplan und fing in der Garage an zu schrauben: immerhin investierte ich etwa 2200 Arbeitsstunden bis zum Erstflug. Das Flugzeug ist in Blomberg beheimatet und gehört immer zu den viel bestaunten Flugzeugen auf Luftfahrtveranstaltungen. Wer mehr über die CriCri wissen möchte, sollte sich mit Dirk Heuer in Verbindung setzen.
Die Geschichte der Cricri(franz. übersetzt)
Die Geschichte begann am Anfang der sechziger Jahre. Ihr Konstrukteur ist Michel Colomban. Sein Ziel war es, durch einen minimalen Aufbau fähig zu sein, hohe Leistungen und Flugeigenschaften mit einer Maschine von 20 PS und 10 Kg Kraftstoffs, einen Piloten mit 78 kg in die Luft zu bringen. Eine Reihe parametrischer Berechnungen waren dazu erforderlich. Er ermittelte die Grundregelleistungen (Start, Rate des Steigens, Maximum und Mindestdrehzahlen) indem er natürlich Flügelbereichsparameter wie Oberfläche und Größenverhältnisse studierte. Das resultierende Diagramm zeigte, dass ein einsitziges Flugzeug, das über eine 4qm-Flügelfläche und ein Bruttogewicht 170 Kg hat, tadellos durchführbar war. Obgleich dieses 1957 stattfand, konnte der Aufbau noch nicht vollzogen werden. Erst zwölf Jahre später konnten die ersten Aufbautestbestandteile verwirklicht werden. In dieser Zeit entstanden am ursprünglichen Projekt einige Änderungen. Es handelt sich hier um ein klassisches Metallflugzeug als Tiefdecker. Um den Bau zu vereinfachen, wurde das Standardmaß 1 x 2 m-Blech als Flügelhaut verwendet und der Flügelbereich auf 3.1 qm verringert. Zwei 10 PS-Motoren von Ketten-Sägen fanden zunächst Anwendung, welches durch die verbesserten Propeller-Leistungen zu recht hohen Geschwindigkeiten führte. Der Rumpf wurde zu einem einfachen rechteckigen Kasten mit einem strömungsgünstigen panoramaförmigen Kabinendach auf die Oberseite ausgebildet. Das Höhenleitwerk wurde als T-Leitwerk konstruiert, um die aerodynamischen Qualitäten und den Aufbau sowie die Positionierung im Anhänger zu verbessern. Das Resultat ergab nun die Cricri MC10, das zu dieser Zeit mit seinem Gewicht und Leistungen, besonders seine Propellergeschwindigkeit oftmals ein Lächeln hervorrief. Wegen der Innovation der Strukturtechnik, wurden viele Tests aller Art ausgeführt, bevor der tatsächliche Aufbau begann.
Insbesondere beschäftigten ihn die geklebten Verbindungen und ihre Festigkeit bei Kälte, Hitze, Feuchtigkeit und in Beziehung zum Vorbereiten der Oberflächenzustände. Geprüft wurden Reißfestigkeit, das Zerquetschen und das Scheren zum spezifischeren Widerstand zur Feuchtigkeit. Die Ermüdung von Materialien unterzog er zahlreichen strukturellen Tests, die bis zur Bruchlast geprüft wurden. Erfolgreiche Statik-und Ermüdungstests auf dem Glasfieber laminierten Hauptfahrwerk (100.000 Zyklen bei den Auswirkungen mit 1 m/s folgten von 60.000 Zyklen bei 1,5 m/s Auswirkungen, die keine Zeichen des Ausfalles zeigen). Die Motoraufhängung wurde dann geprüft (78.000 Zyklen vor Ermüdungsausfall). Der CRICRI - Prototyp kam am 23. Juni 1973 in Guyancourt/bei Paris an die Öffentlichkeit. Zu dieserZeit wog das MC10 nur 63 Kg. Der Erstflug fand auf dem Flugplatz Guyancourt am 19. Juli 1973 statt. Der Pilot war der ehemalige Militärpilot Robert BUISSON (Alter: 69 Jahre) mit einer Flugerfahrung von 12.000 Stunden auf 150 verschiedenen Mustern.
Kurz danach fanden die ersten allgemeinen Darstellungen 1973 in Montargis statt. Darauf folgten mehrere Testflüge 1974 und 1975 und schließlich die berühmte Landung auf einem Baum in Ferte-Alais. Die Ursache des Motorausfalls war ein Hindernis in der Tankbelüftung. Es gab aber überzeugte Bewunderer, die mit dem Aufbau ihrer CRICRI weitermachten, sich trafen und die Bedienungsanleitung änderten. Das Abstimmen und die Justage der Motoren ergaben einige ernste Probleme. Michael Colomban erprobte die Motoraufhängung solange, bis er eine gute Lösung fand.
Wir können heute sagen, dass sehr gute Resultate erreicht wurden. Die Zuverlässigkeit sowie der Schallpegel und besonders das Erschütterungsniveau wurde optimal gelöst. Die JPX 212-Motoren sind eigens für die CRICRI bestimmt, die nach anfänglichen Problemen heute recht zuverlässig sind. Jedoch dauerte es fast weitere 10 Jahre, um ein gutes Resultat zu erzielen, nämlich die CRCRI MC 15.